Bundesnotarkammer an der EUDI-Wallet-Sandbox beteiligt – Impulse für die digitale Vertrauensinfrastruktur Europas

Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) und die Bundesagentur für Sprunginnovationen (SPRIND) treiben die Einführung der europäischen digitalen Identität in Deutschland weiter voran. Mit der Bereitstellung einer Testumgebung („Sandbox“) für die staatliche EUDI-Wallet wurde ein erster Meilenstein erreicht.


Die Bundesnotarkammer ist Teil der nationalen EUDI-Wallet-Sandbox und bringt ihre Expertise als zentrale Institution der vorsorgenden Rechtspflege in die Erprobung der neuen digitalen Identitätsinfrastruktur ein. Zugleich werden konkrete Use-Cases im Notariat, wie etwa im Bereich der notariellen Online-Verfahren frühzeitig pilotiert. Als eine von rund 100 ausgewählten Organisationen wirkt die Bundesnotarkammer so an der praktischen Umsetzung und Weiterentwicklung der European Digital Identity Wallet (EUDI-Wallet) mit. Die Sandbox-Phase dient dazu, konkrete Anwendungsfälle unter realitätsnahen Bedingungen zu testen und regulatorische, technische sowie organisatorische Fragen frühzeitig zu adressieren. Die Bundesnotarkammer stützt sich dabei auf ihre langjährige Erfahrung im Bereich qualifizierter Vertrauensdienste und sicherer Identifikationsverfahren. Als Trägerin etablierter digitaler Infrastrukturen im deutschen Rechtsverkehr gestaltet sie aktiv die sichere und rechtskonforme Digitalisierung mit.

„Notarinnen und Notare stehen seit jeher für Vertrauen und Rechtssicherheit. Diese Prinzipien müssen auch im digitalen Raum gelten. Die EUDI-Wallet bietet die Chance, europaweit neue Maßstäbe für sichere digitale Identitäten zu setzen.“, so Dr. Markus Sikora, Präsident der Bundesnotarkammer.

Mit ihrer Teilnahme an der Sandbox bekräftigt die Bundesnotarkammer ihren Anspruch, technische Innovation mit den hohen Standards bewährter Verfahren zu verbinden und die digitale Transformation des Rechtsverkehrs aktiv mitzugestalten.

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