Formen des Notariats in Deutschland

In Deutschland existieren im Wesentlichen zwei verschiedene Notariatsformen. Selbstverständnis, Tätigkeiten und Pflichten sind jedoch unabhängig von der Notariatsverfassung gleich.
Notariatsformen in Deutschland
Notariatsformen in Deutschland
In etwa zwei Dritteln des Bundesgebietes werden die Notare zur hauptberuflichen Notartätigkeit auf Lebenszeit bestellt (in der Landkarte dunkelblau). Demgegenüber werden in etwa einem Drittel Deutschlands Rechtsanwälte mit mehrjähriger Berufserfahrung und Nachweis der erforderlichen notarspezifischen Qualifikation zu Notaren bestellt (in der Landkarte hellblau). Sie üben diesen Beruf neben dem des Rechtsanwalts aus ("Anwaltsnotar"). In Baden-Württemberg besteht die Besonderheit, dass neben hauptberuflichen Notaren und Anwaltsnotaren bis Ende 2017 noch Notare im Landesdienst tätig sind, namentlich im württembergischen Landesteil Notarvertreter und Bezirksnotare, im badischen Landesteil Richternotare. 

Unabhängig von den verschiedenen Notariatsformen haben alle Notare die gleichen Beurkundungszuständigkeiten und unterliegen den gleichen Amtspflichten.

Im Hinblick darauf, dass der Anwaltsnotar das Notariat neben dem Anwaltsberuf ausübt, gibt es mehr Anwaltsnotare als hauptberufliche Notare. Derzeit gibt es bundesweit ca. 1.500 hauptberufliche Notare und 5.600 Anwaltsnotare. Eine Statistik über die Zahl der Notare in Deutschland können Sie hier abrufen.